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Rezensionen CD

 

St. Louis Post-Dispatch's zur Christmas-CD (Dezember 2012, Sarah Bryan)

Kritikerin Sarah Bryan hat die Christmas-CD in ihre Liste der besten CDs des Jahres 2012 aufgenommen und geschrieben: "When you tire of voices, try "Christmas: Improvisations on International Christmas Songs", by organist Kay Johannsen. (Carus 83.368). The art of improvisation, once nearly universal among instrumentalists, now seems to be reserved for organists and jazz musicians. Johannsen, music director at the Stiftskirche Stuttgart in Germany, is a master of it, and finds his way to sometimes surprising, always nimble-fingered takes on tunes from around the world."

 

musicweb-international zur Christmas-CD (November 2012, Jonathan Woolf)

(...) "He's a sensitive and thoughtful musician, and chooses registrations with care. He infuses Maria durch ein Dornwald ging with a bittersweet, rather beautiful aura, and one senses swirling snow in his choice of registrations at the start of O come, all ye faithful (...). He calms down to beneficial effect for the Swiss Es ist für uns eine Zeit angekommen. (...) I really like the sound of the organ's Waldflöte, and the flute registrations in general are deliciously avian and soothing. The darker colours and use of bells presents a joyful narrative in the case of Morgen, Kinder, wird's was geben and one can feel a dance band swing infiltrate, indeed galvanise and modernise, O little town of Bethlehem. For some reason the English improvisations seem to bring out the eccentric in him.)
It's Morgen kommt that inspires him to his most extended improvisation. It's known in Anglophone countries as Twinkle, twinkle little star and Johannsen includes a waddling, drunken section, a touch of Widor's Toccata and variations of increasing richness and dexterity. After which the noble bass patterns in the concluding O du fröhliche come as balm.
Very well recorded, this will certainly make a change next Christmas."

 

Musik & Liturgie (2012, Heft Nr. 2, Christian Albrecht)

"Der Stuttgarter Stiftskantor Kay Johannsen gibt auf dieser Weihnachts-CD herrliche Kostproben seines improvisatorischen Könnens. Unter seinen Händen und Füßen erstrahlen bekannte und unbekanntere internationale Weihnachtslieder in neuem Glanz." (...)

 

Südwestpresse zur Christmas-CD (Dezember 2011, Jürgen Kanold)

"Abgesehen davon, dass ein Weihnachten ohne die engelsgleiche Sängerin Leontyne Price und Karajans Gold-Lametta-Sound (...) weder wünschenswert noch denkbar ist, hier zudem ein Tipp für alle Kirchgänger, deren heimischer Organist Weihnachten nicht als musikalisches Fest würdigt. Kay Johannsen improvisiert an der Mühleisen-Orgel der Stuttgarter Stiftskirche über 24 internationale Weihnachtslieder: "Christmas", eine reiche, faszinierende Klangbescherung." 

 

Radio DRS2 zur Christmas-CD (Dezember 2011, Roland Wächter)

(...) "Ganz und gar unmöglich ist es, Orgelmusik nicht zu mögen, wenn Kay Johannsen sich an die Orgel setzt und Stücke über Weihnachtslieder improvisiert. Kay Johannsen zieht dabei alle Tricks seiner Kunst ... (...)" 

 

Stuttgarter Zeitung zur Christmas-CD (Dezember 2011, Markus Dippold)

"Die Kunst der Improvisation ist eine der Stärken des Stuttgarter Stiftskantors. Für seine jüngste CD dreht Kay Johannsen internationale Weihnachtslieder einmal durch die kreative Mühle und schöpft dabei die vielfältigen Klangmöglichkeiten der Stiftskirchenorgel voll aus. (...) Dabei zeigt der Stiftskantor seinen Sinn für vielfältige Klangkombinationen, etwa in der abschließenden Toccata über den Weihnachtsklassiker "O du fröhliche". Dabei ergänzen sich die Registrierungen und die formale Gestaltung sinnstiftend, denn Johannsen experimentiert mit kontrapunktischen Spielereien und hübschen Rhythmen und lässt dann auch mal den vollen Klang der Orgel samt Glockenspiel ertönen. Die perfekte Einstimmung auf die Feiertage." 

 

Stuttgarter Nachrichten zur Christmas-CD (Dezember 2011, Susanne Benda)

"Wer noch nicht wusste, wie lebendig, musikalisch und hintersinnig Stuttgarts Stiftskantor Kay Johannsen auf der Mühleisen-Orgel der Stiftskirche improvisieren kann, wird bei dieser CD aus dem Staunen nicht herauskommen. Wenn Johannsen auf liegende Klänge zarte Schneeflöckchen rieseln lässt, wenn er die ausgewählten Weihnachtslieder aus aller Welt harmonisch raffiniert weitet oder mit melodischen Motiven zu spielen beginnt: Dann macht selbst Altbekanntes richtig Spaß. Und wenn Maria durch den Dornwald geht, zwitschern dazu sogar die Vögel." 

 

WDR 3 zur Christmas-CD (Dezember 2011, Corinna Rottschy)

"Diese CD mit 24 weihnachtlichen Orgelimprovisationen erinnert mich an die Weihnachtsbäckerei meiner Oma. Sie buk in der Adventszeit mindestens 15 verschiedene Sorten Weihnachtsplätzchen und versteckte sie in gefüllten Blechdosen überall im Haus. Natürlich sind Kindernasen nicht irre zu führen, und wir schlichen heimlich umher und öffneten eine Dose nach der andern. Spannend, überraschend und verboten. Jeder von uns weiß, dass die Plätzchen vor Heiligabend am besten schmecken, und darum lade ich Sie jetzt zum Probieren ein. Erraten Sie die Zutaten von Kay Johannsens Backrezepten für seine Palette mit Weihnachtsimprovisationen."
Hören Sie hier weiter. (Beitrag von Corinna Rottschy am 2.12.2011)

 

Rondo zur Christmas-CD (Dezember 2011, Michael Wersin)

"Das Improvisieren an der Orgel ist eine jahrhundertealte Tradition, und wer einmal die Kunst eines wirklich begabten Improvisators live erlebt hat, der vergisst das nicht so schnell. Komplexer noch als am Klavier stellt sich das Fantasieren an der "Königin der Instrumente" dar, denn es gilt hier in der Regel, mit mehreren Manualen zu operieren, die immer neu registriert und gekoppelt sein wollen (...) die klanglichen Möglichkeiten erweitern sich dadurch immens, aber der mit dem Erfinden eigentlich voll beschäftigte Spieler muss zusätzlich noch einiges mehr im Auge behalten und planen als nur die Musik selbst.
Kay Johannsen ist in dieser reizvollen Disziplin ein wahrer Könner; mit "seinem" Instrument, der Mühleisen-Orgel in der Stiftskirche Stuttgart, scheint er geradezu verwachsen zu sein: Spielerisch präsentiert er bei seinem Gang durch das europäische Weihnachtslied-Repertoire nebenbei auch ein weites Spektrum der klanglichen Möglichkeiten dieser Orgel. Am Beginn von "Leise rieselt der Schnee" entwirft er die wundervolle Atmosphäre einer leise beschneiten zauberhaften Winterlandschaft, vielleicht zur Nacht vom Vollmond beschienen, als erstaunlich plastisches Klangpanorama. In "Maria durch ein Dornwald ging" beleben kleine rhythmische Motive, die dem Spiel auf einer Handtrommel nachempfunden sind, das Duett der Liedmelodie mit einer Gegenstimme. Bei "Jingle Bells" hört man tatsächlich die Glöckchen des durch den Schnee rasenden Schlittens bimmeln. Johannsen liebt außerdem rhythmische Effekte, und das nicht nur in südamerikanischen Nummern wie "Corramos, corramos" oder "Navidava puri nihua", sondern auch z. B. in "O du fröhliche", dessen zwei-Halbe-Metrum er durch Überlagerung mit einem Sechs-Viertel-Metrum zum Schwingen bringt. Viel gibt es zu entdecken auf dieser CD, deren Musik für den Hörer trotz aller Kunstfülle immer überschau- und mitvollziehbar bleibt. Der Grund dafür ist neben der konzeptuellen Klarheit, die Johannsen offenbar für jedes der Lieder im Vorfeld für sich gewonnen hat, auch die Selbstbeschränkung: Rhythmus und Klang werden kreativ und vielschichtig eingesetzt, die Harmonik bleibt dabei indes stets geradlinig und eindeutig; Johannsen verkünstelt sich nicht auf dem weiten Feld spätestromantischer Akkordschichtungen französischer Prägung, sondern führt den Hörer mit stringenter, nur leicht angereicherter Haupt- und Nebenstufen-Harmonik durch seine kleinen Weihnachts-Szenen." 

 

St. Louis Today zur Christmas-CD (November 2011, Sarah Brian Miller)

"Improvisation today seems to be the preserve of jazz musicians and classical organists. "Christmas: Improvisations on International Christmas Songs" (Carus 83.368), by German organist Kay Johannsen on the 81-stop Muhleisen organ in the Stiftskirche Stuttgart, is just that: pure improvisations, without sheet music. Some of Johannsen's inventions are daring; some are brilliant; most of them are entertaining, in the best sense of the word." 

 

www.orgel-information.de zur Christmas-CD (Oktober 2011, Damniel Kunert)

"Es gibt CDs, die begleiten einen das ganze Jahr. So komisch das manchmal auch zu sein scheint, besonders, wenn es sich um Passions-, Advents- oder Weihnachts-CDs handelt. Aber wer einmal gehört hat, wie Kay Johannsen improvisiert, der wird immer wieder zum CD-Schrank greifen. Egal, ob es thematisch zur Jahreszeit passt.
Auch die "Neue" aus dem Hause Carus ist eine CD, die niemals im CD-Regal verstauben wird. Kay Johannsen improvisiert dermaßen mitreissend, fröhlich und meisterlich über internationale Weihnachstlieder, dass man den Schnee fallen, den Weihnachtsbaum blinken und den Weihnachtsmann mit dem Schlitten um die Ecke rasen sieht.
Wer bei dieser Musik nicht lächelt, fröhlich durch den Raum tanzt und mitzusingen anfängt, dem kann auch das Christkind nicht mehr helfen.
Für Orgelfreunde ein absolutes Muss (ebenso wie die anderen Improvisations-CDs) und rundum empfehlenswert auch für bisherige Orgelmusik-Meider. Denn diese Improvisationen locken einfach jeden an den CD-Player." 

 

Forum Kirchenmusik zur Rheinberger-CD (November 2011, Birger Petersen)

(...) "Die zehnte Folge der immer mit einem informativen Beiheft versehenen Reihe ist der solistischen bzw. kleiner besetzten Vokalmusik für Frauenstimmen gewidmet: Bekannter ist der Komponist eher für seine mehrstimmigen Messen, Motetten und nicht zuletzt das groß angelegte Oratorium Der Stern von Betlehem; eine ganze Reihe kleiner besetzter Kompositionen für Frauenstimmen ist weitgehend unbekannt. Dazu gehören auch unveröffentlichte Kompositionen ohne Opuszahl, von denen sich auf der CD einige finden, aber auch vier Hymnen op. 54, die Rheinberger noch vor seiner Hochzeit mit Fanny von Hoffnaaß schrieb, ein Zyklus sechs zweistimmiger Hymnen op. 118 und vier elegische Gesänge op. 128 für Singstimme und Orgel, die vielleicht zu den am stärksten beeindruckenden Vokalwerken Rheinbergers gehören - nicht zuletzt durch die phänomenale Interpretation Annette Markerts und Lydia Teuscherts. Die Marianischen Hymnen op. 171 entstanden in lockerer Folge zwischen 1889 und 1892 und sind das letzte Werk, das der Komponist für Frauenstimmen veröffentlichte. Die Interpretation der Werke auf der Aufnahme von 2009 kann der weiteren Verbreitung des Schaffens von Rheinberger nur entgegenkommen - nicht zuletzt durch die herausragenden Qualitäten der Begleiter Götz Payer (Klavier) und Kay Johannsen (Orgel). (...) 

 

Württembergische Blätter für Kirchenmusik zur Schubert-CD (März 2011, Michael Bender)

(...) "Die Stuttgarter Kantorei ... überzeugt durch einen warm verschmelzenden Klang. Im Unterschied zu (1 = Aufnahme der Es-Dur Messe mit dem Staatsopernchor und der Staatskapelle Dresden) wird hier ein homogeneres Klangbild erzielt. (...) Auch das international namenlose Orchester darf man mit der zu hörenden Leistung getrost zur ersten Liga zählen. Die Solisten sind trefflich ausgewählt und passen in ihren zahlreichen Ensembles perfekt zueinander." 

 

Württembergische Blätter für Kirchenmusik zur Vierne-CD (März 2011, Gerhard Paulus)

(...) "Kay Johannsen dosiert sehr geschickt die klanglichen Möglichkeiten der Kern-Orgel und nutzt gekonnt die große Akustik des Raums. Die Sammlung opus 53 (hervorragend: "Feux follets") und 55 (ausgezeichnet: "Clair de lune") verdienen genau so viel Beachtung wie die bekannteren Werke aus opus 54 ("Carillon de Westminster")".

 

Choir & Organ (Februar 2011, Alan Bullard)

(...) "As we would expect from Schubert, there is an enjoyable inventiveness and musical sympathy in the response to the text, and the soloists, chorus and orchestra rise well to the variety of textures and moods in this persuasive and well-engineered disc." 

 

MusicWeb International zur Rheinberger-CD (Januar 2011)

"If, like me, you have associated Josef Rheinberger solely with the organ loft and those remarkable if, it seems sometimes rather long, Sonatas, then this CD will come as a breath of fresh air.
This disc (...)  takes you on a journey through Rheinberger's sacred vocal music career. One comes out of the experience enriched and moved. This is also due to the gracious and ideal performances of the three vocalists whose tone quality, although mature and full, is always literally perfectly in tune but also in accord with the style of the music."

 

Mannheimer Morgen zur Rheinberger-CD (Oktober 2010, urs)

"Die zehnte Folge der Rheinberger-Serie bei Carus widmet sich einem bislang weniger bekannten Schaffenskreis des romantischen Organisten und Komponisten: klein besetzten Werken für Frauenstimmen. Begleitet von Orgel (Kay Johannsen) respektive Klavier (Götz Payer), sind die Hymnen und elegischen Gesänge wahre Hörgenüsse. Die Solistinnen Lydia Teuscher (Sopran), Christine Müller (Mezzosopran) und Annette Marken (Alt) interpretieren hier die Stücke mit religiöser Inbrunst und romantischer Empfindung. Josef Gabriel Rheinbergers Vokalwerke sind eine echte Entdeckung!" 

 

Musica Sacra zur Charpentier-CD (Oktober 2010, bast)

"Charpentier war mit ca. 500 Einzeltiteln kirchenmusikalischer Werke nicht nur ein äußerst produktiver Komponist, er schrieb auch auf gleichbleibend hohem Niveau. Manch ein Neider unter seinen Zeitgenossen nahm ihm dies übel und warf ihm deshalb vor, dem italienischen Stil zu huldigen, was ein guter französischer Komponist des 17. Jahrhunderts auf keinen Fall tun durfte. Charpentier aber hatte bei Carissimi in Rom studiert, und so manche dort erhaltene Anregung floss nun in seine Werke ein. Dies gilt auch für die Weihnachtskantaten, die zu den frühesten Kompositionen seines geistlichen Werkes zählen. Die variantenreiche Besetzung und das enge Wort-Ton-Verhältnis zeichnen die Weihnachtskantaten ebenso aus wie die für Instrumente gesetzten Noels. Das Solistenensemble Stimmkunst und das Ensemble 94, beide Gründungen ihres Leiters Kay Johannsen, musizieren mit schwebender Leichtigkeit, hörbarer Spielfreude und farbiger Sanglichkeit. Eine sehr empfehlenswerte Einspielung klangschöner Werke, die auch unser Konzertleben bereichern können." 

 

NDR zur Rheinberger-CD (Juli 2010, Christiane Irrgang)

(...) "Gleich die ersten Titel, die zweistimmigen Hymnen op. 118, kommen so herrlich süffig daher, dass allein die Musik den Hörer schon fast fromm machen könnte ? ein Stück schöner als das andere, und die klaren Stimmen der Sängerinnen lassen an Engelsgesänge denken." (...)

 

International Record Review zur Schubert-CD (Mai 2010, Johan Warrack)

"Schubert wrote and rewrote this Mass, the fifth of his six, more than once before he declared himself satisfied with it, and then wrote yet another version (the one recorded here). It seems that he Was concerned especially with his abilities in counterpoint - it is a touching aspect of his character that, mortally ill, he started taking lessons at the very end of his life - and there are indeed some urnsharacteri.stieally laboured pages in the Cum sancto spiritu' fugue. Here, the choir does well to keep the movement fresh and alert. It rises enthusiastically to the Credo, when Schubert takes obvious delight in responding to the traditional setting of the different objects of faith after each repetition of the statement of belief. It is noticeable, incidentally-, that he emits the words 'et in unam sanctam Catholicam et Apostolicam Ecclesiam': the authority of the Catholic Church had been much restricted by the Emperor Joseph II, and Mass texts were adapted accordingly in Austria. Yet the harmonies at the opening of the Sanctus, progressions of a strangeness suggesting the contemplation of a mystery, before the tremendous outbursts of `Sanctus', are the gestures of a man who could write in his diary that, 'faith ... is far superior to knowledge and understanding; for in order to understand a thing one must first believe in it'- This extraordinary passage is sensitively played here by the orchestra, and the chorus rises warmly to its threefold outbursts all on different and astonishing chords.
This is Schubert's most lyrical Mass setting, and one which he eventually thought well of, well enough to entitle it Missa Solemnis. Kay Johannsen balances the music's different elements excellently, and keeps his soloists singing simply and in manner close to the choir rather than individualistically. The orchestra (which surprisingly includes only a single flute, used very sparingly) plays elegantly, with effects such as the muted upper strings over unmuted cellos and basses sounding clearly and effectively. The `Osanna' movements are light and cheerful, and the final 'Dona nobis pacem', also lightly taken here, effectively alternates the quietness of the prayer with powerful statements of confidence in it being granted. There are more than suggestions that Schubert had taken note of Haydn's great Mass settings."

 

Musik und Kirche zur Schubert-CD (Mai 2010, Ingeborg Allihn)

"(...) Mit großer Sorgfalt und tiefem Verständnis werden die innere Dramatik der Komposition, die breite Palette der musikalischen Affektdarstellungen und der instrumentale Klangfarbenreichtum herausgearbeitet. Grandios die gewaltige Steigerung im "Gloria", anrührend das verinnerlichte "et incarnatus est", erschütternd das harmonisch unglaublich moderne "crucifixus". Und immer wieder der aufrüttelnde Übergang von den lauten zu den geiheimnisvoll-leisen Klängen.Die Orchesterbegleitung durch die Stiftsphilharmonie Stuttgarrt, insbesondere die der solistisch eingesetzten Instrumente, ist stets präsent, nie jedoch vordergründig. Wie sehr Schubert bei allen individuellen Neuerungen doch auch wieder die Tradition der Messe-Komposition und der klassischen Vokalpolyphonie fortsetzt, beweist die bestens disponierte und sorgfältig artikulierende Stuttgarter Kantorei. Aber auch der leuchtenden Klarheit des ausgewogenen und beseelten Solistenquartetts ist diese sehr befriedigende Interpretation zu danken."

 

www.fye.com zur Schubert-CD (April 2010, James Manheim)

"The Stiftsphilharmonie Stuttgart cultivates the ability to give performances on both Baroque and modern instruments, depending on repertoire. You might expect this rendition of the Schubert Mass in A flat major, D. 678, to show the influence of historical-instrument approaches, and so it does, in the best way, with perfectly transparent instrumental textures. The sound engineering backs up the aims of the performers to the hilt. This mass, begun in 1819, completed over a three-year period, and subsequently revised (it is the final version from 1825 that is performed here), is the most ambitious of Schubert's six settings, with the Gloria and Credo leading up in harmonically complex sonata-like movements to vast fugal finales. Schubert intended the mass for an imperial dedication, and it is of appropriate splendor, with a remarkable spiritual tone in the smaller movements setting off the formality of the larger structures. Conductor Kay Johannsen, and, one can add, recording producer Michael Sandner, open up wide spaces and let the music fill it in. The dynamic range is impressive, with the soloists seeming to come from a distance when they first enter, but with Schubert's complex writing for brasses and winds revealed in great detail. The superbly warm sound of the Stuttgarter Kantorei, one of Germany's remarkable regional choirs, is perfectly integrated with the orchestra and with the solo quartet, and the impact of the whole is very strong. There are versions of this mass that emphasize its Schubertian lyricism to a greater degree, but few that give it greater overall weight. Informative and evocative booklet notes are given in German, French, and English. A standout release from Stuttgart's Carus label."

 

musicweb-international.com zur Schubert-CD (April 2010, Dominy Clements)

"The Carus label seems to specialise in clean recordings of performances infused with refinement and clarity, and this Mass in A flat major is no exception. Kay Johannsen has appeared before on the Carus label, producing some highly regarded recordings as an organist, but his work as conductor of the Stuttgarter Kantorei and Stiftsphilharmonie Stuttgart are no less a significant part of his musical activities, and his recordings with soloist vocal ensemble Stimmkunst have also been received with critical acclaim. (...)
This recording and performance as a whole is of the very highest standard, with a nice balance between choir and orchestra, and the soloists not unnaturally forward. The soloists are a very strong team, with Andrea Lauren Brown?s pure soprano tones deserving special mention. (...) There isn't an especially "period" emphasis in the performance and modern instruments are used, though as mentioned, clarity and a lightness of touch is an important part of the performance, even in grander tutti passages."

 

Pizzicato zur Schubert-CD (März 2010, Guy Wagner)

"Dies ist eine jener CDs, die man bereits kaufen kann, ohne sie angehört zu haben, denn alle Ingredienzien stimmen: Ein sicherer und ausgewogener Chor mit einer hervorragenden Diktion und einer echten Gesangskultur, die Stiftsphilharmonie Stuttgart, ein überaus sensibles und feinsinniges Orchester, die Stuttgarter Kantorei, und ein Dirigent, Kay Johannsen, der genau weiß, was er will, oder vielmehr noch: was Schubert wollte. Und so kann er auch dank eines unaufdringlichen aber sehr homogenen Solistenquartetts diese wohl komplexeste Messe Schuberts in schönstem Glanz erblühen lassen. Wenn man dann erst den Einstieg ins Kyrie gehört hat, so gibt's kein Zögern mehr... Hier erfolgt ein ungekünstelter, ganz selbstverständlicher Dienst an der Musik, aus dem Wissen heraus um die Anforderungen dieser Musik..."

 

Stuttgarter Zeitung zur Schubert-CD (März 2010, Florian Wetter)

"Ambitioniert und doch zurückgenommen wirkt Schuberts erste große Messe in As-Dur. Nach vier kürzeren Vorgängern sollte eine Musik entstehen, die sich dem Kaiser widmen ließ. Kay Johannsens Interpretation des Werks trifft diesen feierlich repräsentativen Tonfall. Dezente Finesse ist hier augenfälliger als offensichtliche Kühnheit. Wo Schuberts Messe fast gehemmt wirkt, beleben feine Schattierungen das Klangbild. Beachtlich ist dabei vor allem die dynamische Bandbreite mit ihren vielen kleinen Empfindungsnuancen sowie eine sorgfältig gearbeitete Vokalfarbe und Artikulation im Chor. Das Orchester mischt sich unauffällig hinzu, ohne zu dominieren. (...) Es ist eine Darbietung der Zwischentöne, die auf Vordergründiges verzichtet und Effekte nur am Rande bedient. Das erfordert Geduld beim Hören, belohnt aber durch einen schlüssigen Gesamteindruck. Das Soloquartett mit Andrea Lauren Brown (Sopran), Ruth Sandhoff (Alt), Andreas Karasiak (Tenor) und Tobias Berndt (Bass) fügt sich unaufdringlich ins Ganze und verleiht der Aufführung eine angenehm kammermusikalische Note."

 

Grammophone zur Vierne CD (März 2010, Malcom Riley)

"Kay Johannsen draws the contrapuntal lines with great care (...) The highlights include the tone-poem "Clair de lune" and the Quasimodic homage to Notre-Dame, "Gargouilles et chimères"."

 

resmusica.com zu den Vierne-CDs (Dezember 2009)

"Même si la couleur générale diffère quelque peu des modèles parisiens, cet auteur est ici à l?aise, Kay Johannsen traitant cette musique avec toute la finesse de registration requise. Chaque pièce, d?une durée de moyenne de sept minutes, en général construite sur le modèle A-B-A, développe un climat particulier, permettant d?entendre tour à tour, divers mélanges et jeux de solo. Certains sont très beaux : les fonds de huit pieds dans le Lamento, les flûtes harmoniques dans Clair de lune, les anches du récit mêlées aux fonds du grand orgue dans Cathédrales, ou encore le tutti dans la Toccata."

 

Deutschlandfunk zu den Vierne-CDs (November 2009, "Die neue Platte")

"Der Vergleich zu ... bereits existierenden Aufnahmen, zum Beispiel von Ben van Oosten, der diese Pièces de fantaisie an der Cavaillé-Coll-Orgel in Rouen eingespielt hat, ergibt folgendes Bild. Die Orgel in Rouen punktet mit deutlich größerer Variabilität der Klangfarben, nähert sich mit ihren Streichinstrumente imitierenden Registern dem sinfonischen Ideal, verfügt auch über eine deutlich größere Palette sanfter Solostimmen. Kay Johannsen gelingt an der Orgel der Dresdner Frauenkirche aber zusammen mit einer direkteren Aufnahmetechnik eine besser durchhörbare, klarere Darstellung, die Sie im direkten Vergleich nachvollziehen können."

 

Musik & Liturgie zu den Vierne-CDs (Juni 2009, Thomas Haubrich)

"Die wohl empfehlenswerteste Einspielung der hier angezeigten vier CDs: Für den Carus-Verlag, der vor kurzem auch eine gelungene Gesamtnotenedition der Orgelwerke Louis Viernes vorgelegt hat, spielte der Stuttgarter Stiftskirchenkantor Kay Johannsen an der neuen Kern-Orgel (2005) der berühmten Frauenkirche in Dresden bereits die zweite und abschliessende Folge der Pièces de fantaisie Viernes ein, hier mit den Suiten opus 53 und 55. (...) Meines Erachtens gibt die vorliegende gelungene Gesamteinspielung der Fantasiestücke von Vierne den Praktikern Recht. Und auf besondere Art: Neben den bekannten und gelungenen Einspielungen der Vierneschen Werke, gerade der Fantasiestücke, an den berühmten authentischen Cavaillé-Coll-Orgeln mit Interpreten wie Baker, van Oosten, Rübsam sowie diejenige von Latry in Notre-Dame (wenn auch im umgebauten, aber nicht minder grandiosen Klang vor der letzten Restaurierung), zeigt die vorliegende Aufnahme, dass es auch anders geht -, zwar nicht «besser», «schöner» oder «richtiger», aber eben: anders. Die Dresdner Frauenkirchenorgel klingt zwar nicht so «dunkel» und «satt» wie die auch von mir heiss geliebten Cavaillé-Coll-Orgeln, aber durch die Vielzahl an helleren, präzisen, aber dennoch milden und weichen Grundstimmen und Obertonregistern klingt sie insgesamt etwas deutlicher und detailreicher. Johannsen vermag mit den durchaus immensen Klangressourcen der immerhin 67 Register kongenial umzugehen und spielt präzise aber musikalisch, virtuos aber immer mit feinem, stilsicheren Gespür, so dass es eine wahre Freude ist, die zahlreichen «fantasierenden» Charakterstücke anzuhören. (...) Eine lohnende Anschaffung für diejenigen, welche schon eine grossartige Aufnahme der Stücke auf Cavaillé-Coll-Orgeln im Regal haben, wie auch für diejenigen, die sich erstmals mit dieser grandiosen Musik beschäftigen möchten!"

 

Glaube und Heimat, Ev. Wochenzeitung in Mitteldeutschland (43/2009) zu den Vierne-CDs

"Kay Johannsens Vierne-Einspielung zehrt einerseits von der Klarheit und Wärme der Raumakustik und den klanglichen Vorzügen der Orgel aus der elsässischen Werkstatt von Daniel Kern. Andererseits agiert ein virtuoser und agiler Interpret an den vier Manualen. Viernes impressionistisch schillernde Musik rechnet mit Kathedralakustik und gewinnt viel durch geschickte Klangfarbenwahl. Das Label Carus bürgt für ein informatives Booklet und exzellente Aufnahmetechnik."

 

Organ zu den Vierne-CDs (Heft 3/2009)

"Der Stuttgarter Organist und Stiftskantor Kay Johannsen jedenfalls - als diskografisch produktiver Bach-Interpret geschätzt - dürfte aufgrund seines historisch versierten Hintergrundes gewissermaßen die Idealbesetzung für dieses nicht unheikle Aufnahmeprojekt sein, leuchtet doch hinter den improvisatorisch motivierten Charakterstücken Viernes stets auch eine klare, satztechnisch fundierte Struktur hervor, was ja gerade deren kompositorische Stärke ausmacht. Johannsen löst die Erwartungen an einen frischen Interpretationsansatz voll ein: Mit spieltechnischer Souveränität, feinen agogischen Details, dem Instrument angemessenen Tempi und Registrierungen schafft er eine verblüffend lichte Atmosphäre. Dadurch wirkt nichts spröde oder akademisch, sondern mal lyrisch, mal kraftvoll - oder gelegentlich, wie etwa bei den Fantômes, mit augenzwinkerndem Witz. So gelingt ihm eine wirklich überraschend unkonventionelle Darstellung der Fantasiestücke, die man den etablierten Einspielungen als entschlackte, "hellere" Alternative getrost zur Seite stellen kann."

 

Rondo zu den Vierne-CDs (Oktober 2009)

(...) "Wie wundersam bei Vierne das impressionistische Fluidum mit dem hier und da aufblitzenden sakralen Nimbus zusammenpasst, hatte Kay Johannsen bereits mit den beiden Pièces-Heften op. 51 und 54 unter Beweis gestellt. Zumal die Orgel der Dresdner Frauenkirche über eine Leichtigkeit in den mechanischen Darstellungsmöglichkeiten und über eine aus sich heraus leuchtende Dignität im Klang verfügt, die perfekt zu dieser Musiksprache Viernes passen. Auf diesem Niveau bewegt sich nun auch die Einspielung der Suiten II op. 53 und IV op. 55. Und so kann Johannsen den beruhigenden Strom von "Clair de lune" genauso sensibel und konzentriert entfalten, wie er in Viernes Reverenz an die Toccata-Großmeister Frescobaldi und Bach beherzt seine Bahnen zieht."

 

Stuttgarter Nachrichten zu den Vierne-CDs (August 2009)

"Verschiedene Organisten teilen sich Viernes Orgelwerk. Kay Johannsen, der Stuttgarter Stiftskantor, als Dirigent und eben auch als Organist stilistisch vielseitig wie wenige und deshalb in jedem Klangidiom mit untrüglicher Eleganz, Konzentration und Transparenz bei der Sache, übernahm die 24 "Pièces de fantaisie" (Carus 83.250 und 83.251). Organisten müssen Wunder vollbringen. Sie sollen mit 14 Fingern spielen und dabei den Kopf nicht verlieren: zehn Finger an den Händen, vier an den Füßen (jeweils Spitze und Absatz), und "mit beiden Füßen eine zusätzliche Hand bilden", hat Widor von seinen Schülern verlangt.
Da hat man Fragen. Welche Anforderungen stellt Vierne an den Organisten? Kay Johannsen: "Die Orgelmusik von Vierne ist nicht gerade die, mit der man sich der französischen Orgelsinfonik nähert. Am einfachsten ist es, wenn man zuerst Franck und Widor spielt, auf deren Tradition Vierne sich ja bezieht. Vierne ist in den virtuosen Partien schwerer als Widor (als Franck sowieso), auch weil die Musik so chromatisch ist (...) man braucht ziemlich lange, um die Harmonien zu verstehen und in den Kopf bzw. die Finger zu bekommen. Vierne schreibt mit Vorliebe in den entlegensten Tonarten. Das macht es nicht einfacher."
Was unterscheidet Ihrer Meinung nach Vierne von anderen Komponisten der französischen Orgelromantik? "In manchen Stücken hört man noch das 19. Jahrhundert nachklingen, in anderen Stücken ist Vierne mitten im 20. Jahrhundert gelandet. Ich kann nicht sagen, was mir besser gefällt, Vierne bewegt sich in beiden Welten sehr überzeugend."
Vierne hat die Orgel "das mathematischste Instrument" genannt. Wie verstehen Sie diese Äußerung? "Vielleicht meint Vierne damit, dass bei der Orgel, diesem großen Instrument mit so vielen aufeinander bezogenen Teilen, die Mathematik für ihr Funktionieren eine große Rolle spielt. Bei den Pfeifen sind die Mensuren eine Wissenschaft für sich, auch beim Winddruck der einzelnen Werke muss genau gerechnet werden, bei der Traktur müssen die Verbindungen exakt geplant werden, damit das Spielgefühl stimmt (gemeint sind die Verbindung zwischen den Tasten und den Spielventilen sowie das System zum Ein- und Ausschalten der Register, d. Red.). Trotzdem ist eine Orgel natürlich mehr als die Summe mathematischer Ergebnisse, bei guten Instrumenten spürt man das nach wenigen Tönen, und da denkt auch kein Spieler an Mathematik."
Letzte Frage: Wann haben Sie die "Pièces de fantaisie" in der Frauenkirche eingespielt? "In der Frauenkirche herrscht bis in den Abend hinein Publikumsverkehr. Die Aufnahmen begannen nie vor 21 Uhr, oft erst um 22 Uhr, und dann ging es bis etwa 3 Uhr, an sechs Tagen hintereinander. Da muss man den Biorhythmus schon etwas austricksen."

 

Concerto zu Noël (Januar 2009)

"Die Werke werden von den zwölf Sängerinnen und Sängern, die wechselweise auch die Soli übernehmen, in einer sympathisch leichten, dem unaufgeregten Charakter der Kirchenmusik Charpentiers vollkommen angemessenen Weise interpretiert. Das Ensemble 94 mit Flöten, Streichern und Continuo, das hier in erster Linie in der Begleiterrolle gefordert ist, glänzt dazwischen mit instrumentalen Noels, einfach gehaltenen Weihnachtsliedsätzen (...)"

 

Forum Kirchenmusik zu Noël (Januar 2009)

"Wunderschöne Musik, schön musiziert (eindrucksvoll: die chorische Homogenität des Ensembles)."

 

Musik in Sachsen zu Vierne in der Frauenkirche Dresden (Januar 2009)

"Kay Johannsen nutzt die klanglichen Möglichkeiten der französischen Kern-Orgel voll aus und verbindet seine feinfühlige Interpretation gekonnt mit der außergewöhnlichen Akustik der Frauenkirche Dresden"

 

Klassik.com zu Noël (Januar 2009)

"Der Dirigent Kay Johannsen entwickelt sich immer mehr zu einem Geheimtipp. Seine sachliche und klare, auf minuziöser Detailausarbeitung bedachte Interpretationsart gibt ohnedies keinen Anlass zum Zweifel, wie die vorliegende Einspielung mit dem "solistenensemble stimmkunst" und "Ensemble 94" eindrucksvoll beweist. Insgesamt zielt Johannsens Chordirektion ebenso auf Leichtigkeit und meditative Flüssigkeit, wie auch auf gehärtete Konturen, was dem Ganzen viel Beweglichkeit und Spannung vermittelt. Hervorragend die Gesangssolisten, mit alerten dynamischen Schattierungen, einer supergenauen textnahe Artikulation, wunderschönen Piani und einer erstaunlichen Legato-Kultur verbunden mit einer empfindsamen Beweglichkeit des Ausdrucks. Schlanke, aber dennoch farbige Stimmen, die die Inhalte der unterschiedlichen Weihnachtskantaten mit Gefühl und Lebendigkeit, aber ohne rhetorische Mätzchen oder übertriebene Theatralik mitteilen. Kay Johannsens Interpretation wirkt dabei nie unangemessen forciert, sondern folgt einfach dem musikantischen Impuls der Stücke (...) beispielsweise in der sanft groovenden "Canticum in nativitatem Domini" oder dem fetzigen "Noel Joseph Et Bien Marié". Das Ganze schleppt sich nicht bedeutungsschwanger dahin, sondern fließt in einem sehr natürlich wirkenden Gesangstempo, das dennoch genug Empfindsamkeit zulässt. Ein Ansatz, in den sich auch die superben Instrumentalisten des "Ensemble 94" nahtlos einfügen. Es musiziert geschmeidig und entwickelt sich mit seiner sorgfältigen Artikulation zum substantiellen Partner einer nicht von Pomp, sondern von Demut bestimmten Interpretation. Kay Johannsen spannt einen in seiner Eindringlichkeit überwältigenden Bogen vom intimen "Eingedenk-Sein", das ja auch zur Adventszeit gehören sollte, bis hin zur immer noch aktuellen Friedensbitte, die ja ?ohne das ich mich wiederhole- auch zur Adventszeit gehören sollte."

 

FONO FORUM zu Noël (Dezember 2008)

"Um die vier kurzen Historien, die Charpentier für den Weihnachtsfestkreis 1676/1677 komponierte, gruppieren sich auf dieser CD zwei weitere Weihnachtskonzerte, ein Magnificat und neun instrumentale Noëls (volkstümliche Weihnachtsweisen). Die Eleganz und Intimität von Charpentiers Personalstil bringt Kay Johannsen mit seinen beiden Ensembles sehr gut zum Ausdruck: Der Gesamtklang ist völlig homogen, die Gestik sehr geschmeidig, die Artikulation klar und differenziert, ohne manieriert zu wirken."

 

MDR FIGARO zu Noël (Dezember 2008)

"Diese Weihnachts-CD hat das Zeug, den französischen Barockmeister einem größeren Publikum bekannt zu machen. Mit einer sinnvoll zusammengestellten Werkeabfolge, im Wechsel von Vokal- und Instrumentalstücken, gelingt es den "historisch informierten" Ensembles, einen kurzweiligen wie atmosphärischen weihnachtlich-adventlichen Klangkosmos zu etablieren."

 

allmusic.com zu Noël (Dezember 2008)

"Organist, composer, and conductor Kay Johannsen leads the vocal group solistenensemble stimmkunst and the instrumental Ensemble 94, both of which he founded, in elegant, lively performances of Charpentier's music for the Christmas season. While none of this repertoire is recognizably "Christmas-y" by modern standards, these are gorgeously expressive middle Baroque pieces that should be of interest to anyone with a genuine interest in Christmas music beyond the traditional standards. (...) The performances of the soloists, chorus, and instruments are above reproach: sensitive to period practice, sung and played with exquisitely pure tone, and in a spirit of quiet exuberance that beautifully conveys the joy of the message of the season. Carus' sound is clean, warm, and intimate."

 

musica-dei-donum.net zu Noël (Dezember 2008)

"To sum up: this is a very good recording, well put together and well executed. It is a nice addition to the large catalogue of Christmas discs, and although some of the pieces may be available in other recordings, the performances are such that they can be welcomed without reservation. But first and foremost this disc is another testimony to the art of Marc-Antoine Charpentier, whose music never ceases to fascinate and appeal."

 

NDR Kultur zu Noël (Dezember 2008)

"Die Interpreten des deutschen "Ensembles 94" sind mit dem typisch französischen Klang der Musik und ihren gezierten Schnörkeleien bestens vertraut. Unter der Leitung von Kay Johannsen finden sie einen Tonfall von tänzerischer Eleganz, der die Zartheit der Stücke hörbar macht. Diese kleinen Kammermusiken sind jedoch nur eine Facette des Programms. Im Mittelpunkt der CD stehen Charpentiers Weihnachtskantaten. Sie sind zwischen fünf und zehn Minuten lang und umgarnen den Hörer mit charmanten Melodien. (...) Die Mitglieder der süddeutschen Gruppe "Stimmkunst" demonstrieren mit der Aufnahme, dass sie den Namen "Solistenensemble" zu recht tragen. Denn fast alle der zwölf Sängerinnen und Sänger treten neben ihrer chorischen Funktion auch mit verschieden langen solistischen Partien in Erscheinung. Die größten Aufgaben haben die Sopranistin Andrea Lauren Brown und die Altistin Marion Eckstein zu bewältigen - und sie überzeugen dabei mit ihrer kultivierten, schlanken, aber nicht körperlosen Stimmgebung. Johannsen formt aus den Sängern und Instrumentalisten der Aufnahme ein sehr geschlossenes Ensemble und entführt den Hörer auf eine kurzweilige Reise zur erfrischenden Weihnachtsmusik von Charpentier. Eine schöne Bescherung."

 

Musikansich.de zu Noël (Dezember 2008)

Die stark zum Figurativen und Deklamatorischen neigende französische Vokal-Musik des 17. und 18. Jahrhundert ist nicht so unmittelbar emotional eingängig wie die melodie- und affektbetonte Italienische. Stimmtypen, Instrumente und vor allem die Verzierungslehre sind eine Wissenschaft für sich. Was diese Aspekte angeht, bieten das solistensemble stimmkunst und das Ensemble 94 unter der Leitung von Kay Johannsen durchweg ansprechende Interpretationen. Dabei betonen sie anders als ihre französischen Kollegen weniger die rhythmische bzw. tänzerische Seite der Musik als deren melodische Entwicklung. Die hat beim Carissimi-Schüler Charpentier einen ganz eigenen Reiz, wie auch sonst die Anklänge an seine italienischen Lehrjahre nicht zu überhören sind.

 

Musik und Kirche zur CD "Noël" (November 2008)

"Ensemble 94 und ensemble stimmkunst, dessen 12 Mitglieder hier auch die solistischen Parts übernehmen, werden dieser Musik mit ihrem wunderbar sauberen und differenzierten Spiel auf historischen Instrumenten und den schlanken, recht gerade geführten Stimmen vollauf gerecht. Nicht nur klingen die Chorsätze durchsichtig, (...), Sänger und Musiker erfreuen auch mit herrlich französischen Terztrillern und anderen Ornamenten. (...) Die Instrumentalisten spielen expressiv, aber immer am Text entlang phrasierend und perfekt balanciert. Ausgezeichnet auch die Instrumentalstücke, die sehr pointiert und klar, aber nie überakzentuiert angegangen werden. Sehr gut das Continuo, das den Aufbau von Spannungsbögen und den Schwung tänzerischer Rhythmen bestens stützt. Das ist Barock, wie man ihn heute hören möchte!"

 

Musica sacra zur CD "Passion" (September 2007)

"Mit dieser CD ist der Stuttgarter Stiftskantor Kay Johannsen sicherlich dem Wunsch vieler nachgekommen und lässt seiner CD mit 25 Improvisationen über bekannte Advents- und Weihnachtslieder eine zweite mit diesmal 21 Improvisationen über Lieder zu Passion und Ostern folgen. (...) Durch die formale und konzeptionelle Transparenz sowie die stilistische Vielfalt sind diese kreativen Choralbearbeitungen aber auch wieder wertvolle Impulse für die eigenen improvisatorischen Studien jenseits der großen "symphonischen" Formen."

 

Klassik-heute.de zur CD "Passion" (Juni 2007)

"Innerhalb des Kontextes einer eigentlich lange verschwundenen Kunst sind die 21 Improvisationen des Stuttgarter Stiftskantoren über bekannte Passions- und Osterlieder durchaus eindrucksvoll. Die einzelnen Stücke sind jeweils knapp bemessen und daher stets formal stimmig, so dass sie als vorbildliche Beispiele für spontan ausgeführte Choralvorspiele gelten können. In ihrer Gänze demonstrieren sie aber auch, dass auch dem aus dem Augenblick kommenden Musizieren ein Handwerk und damit auch wiederkehrende Muster zugrunde liegen. In vielen Fällen ist Johannsens Strategie, zunächst einen aus kleinen Spielfiguren zusammengesetzten Teppich zu weben, in welchen dann die Melodie, durch die Registrierung (Zungenstimmen und Labiale) distinkt hervorgehoben, insertiert wird. Die Harmonik ist deutlich von der modernen Unterhaltungsmusik beeinflusst, oftmals geradezu pop-artig angehaucht, wodurch im Verbund mit den rhythmischen Patterns eine Atmosphäre entsteht, die oftmals an ähnlich gelagerte Phänomene der Minimal Music erinnert.
Damit soll nicht gesagt werden, dass Johannsen selbst nach Muster improvisieren würde; die Bandbreite an Satztypen variiert stark, von Anklängen an den älteren, harmonisch reichen Barocksatz (O Traurigkeit, o Herzeleid) über Mixturen, unterlegt von einem irisierenden Diskant-Flirren (Jesu, deine Passion) hin zu maschinenartigen Repetitionen in der Paraphrase über Du großer Schmerzensmann. Diese Passions-CD ist daher ein gutes Beispiel für eine zeitgemäße und ansprechende Kirchenmusik."

 

Württembergische Blätter für Kirchenmusik zur Liszt-CD (Juli 2007)

"Stiftskantor Kay Johannsen nutzt die ungeheure Dynamik der 81 Register dieses äußerlich so grazil wirkenden Instruments, um mit fulminanter Technik reine Konzertmusik erklingen zu lassen." "Trotz aller aufregenden Spannungen in den virtuosen Werken des Tastenlöwen Liszt strahlen die vorbildlich aufgenommenen Interpretationen eine angenehme Ruhe aus, die das Anhören dieser CD (...) zu einem beglückenden Erlebnis werden lassen."

 

Stuttgarter Zeitung zur CD "Passion" (April 2007)

"Nach exakt 53 Minuten und 49 Sekunden Spielzeit mit Improvisationen über elf Lieder zum Thema "Passion" und zehn zum Thema "Ostern" findet man sich tief berührt wieder, aber auch fasziniert von der Farbenvielfalt, mit der Johannsen jedes Lied entweder als ein schmerzensreiches Miniaturdrama oder als einen Freudenhymnus charakterisiert."

 

Klassik.com zur CD "Passion" (April 2007)

"Während Johannsen bei den Passionsliedern auf Stilimprovisationen vertraut, mit Anklängen an die Eingangsnummer aus Bachs ?Johannespassion? zum Beispiel, zeigt er seine eigentliche Meisterschaft der Improvisation in den Osterliedern, deren Textgehalt er fulminant und geradezu glorios ausgestaltet und die er zu dynamisch weit aufgespannten Klangpanoramen generiert. Apart differenziert Johannsen hier Melodieverläufe aus, erzeugt klangliche Perspektiven durch fein abgestufte Balancierung der Register im tiefen Raumklang erzeugenden Wechsel der Manuale."

 

Musica sacra zur CD "Lieder zu Advent und Weihnachten" (November 2006)

"Zweifellos bringt die abwechslungsreiche Registrierung Johannsens die ganze Klangfülle und Klangvielfalt der neuen Mühleisen-Orgel der Stiftskirche zur Geltung. Die der Aussage oder dem Charakter jedes Liedes entsprechende stilistische und formale Vielfalt in seinen bewusst zeitlich und im Umfang eng umgrenzten, aber nicht minder kreativen Choralbearbeitungen machen die CD aber nicht nur zu einem großen Hörgenuss im Weihnachtsfestkreis."

 

Classicstoday.com zur Improvisations-CD (Oktober 06)

(in beiden Bereichen Artistic Quality und Sound Quality Höchstpunktzahl 10)
"It's not likely that many performances of sacred organ music have been described as "fun" and "seriously entertaining", but that's exactly what these improvisations by Kay Johannsen are - enhanced by the soloist's sincere care and respect for the original material, applied with the highest standard of technical expertise and artistic integrity."
"You quickly discern that Johannsen is a master of style and presentation, delivering each of these short pieces with uncommon flair and ingenuity, from the fiery, flashy toccata-like setting of "O Heiland, reiß die Himmel auf" to the Siciliana mood of "Stille Nacht, heilige Nacht". Along the way we hear nods to Vierne, Messiaen, and Karg-Elert, and there's even a wild - and totally cool - jazz-influenced improvisation on "Gelobet seist du, Jesu Christ". Impressionistic ideas inform some realizations, and more traditional 19th-century ideas define others. But together this makes for one of the more outstanding - and entertaining - organ recitals you'll ever hear."
"Johannsen is in complete control, and he plays with authority, wit, and occasional humor, all the while presenting the music and his fabulous instrument - the new Mühleisen organ of the Stiftskirche, Stuttgart - in the most agreeable light. The sound is exemplary."

 

KIBA zur Improvisations-CD (April 06)

"In hervorragender Aufnahmequalität bietet Kay Johannsen eine ungeheure improvisatorische Vielfalt in seinen bewusst zeitlich und im Umfang eng umgrenzten Choralbearbeitungen, die von einer herausragenden Kreativität zeugen!"

 

Württembergische Blätter für Kirchenmusik zur Telemann-CD (April 06)

"Wenn ich (...) von dieser Einspielung begeistert bin, dann liegt das an der vorzüglichen, mitreißenden Interpretation, die dieser Musik ein hervorragender Anwalt ist." "Kay Johannsen musiziert nuancenreich und detailversessen, ohne das große Ganze aus dem Auge zu verlieren. Ihm ebenbürtig agieren die Gesangssolisten Susanne Rydén, Britta Schwarz, Andreas Karasiak und Sebastian Noack mit ihrer flexiblen Tongebung und Artikulation. Mit der Begleitung durch das von Johannsen 1994 gegründete Ensemble 94 steht den Sängern ein adäquates, exquisit artikulierendes, sich stets dem Vokalpart unterordnendes Ensemble zur Verfügung, bei dem ebenfalls keine Wünsche offen bleiben. Bei Klassik.com war zu lesen: "Weltniveau, an dem sich zukünftige Aufnahmen dieser Werke werden messen lassen müssen." Dem ist nichts hinzuzufügen."

 

musicweb-international.com zur Improvisations-CD (April 06)

"While Johannsen's improvisations are respectfull of the material, they are also witty, stylistically various and inventively colourful (...) the range of the new organ is vividly demonstrated, as are Johannsen's own technique and imagination. There are echoes of the baroque tradition and of the romantics, to show us that the new instrument is capable of meeting the organist?s requirements; but there are also moments which show us his familiarity with the work of, say, Vierne and Messiaen. There is also a jazz-influenced treatment of "Gelobet seist du, Jesu Christ". There are miniature toccatas (as in the improvisation on "O Heiland, reiss die Himmel auf") and a version of "Stille Nacht, heilige Nacht" which makes it sound anything but hackneyed. The - tasteful! - use of the instruments in-built tubular bells and glockenspiel is alone worth the hearing!"

 

American Record Guide zur Mendelssohn-CD (April 06)

"Johannsen plays extremely well. I scrubbed this disc over with great care in the attempt to find something to complain about; I failed utterly. The phrasing, the tempos, and the registrations are excellent."

 

Klassik.com zur Improvisations-CD (Februar 06)

" (...) Kay Johannsen von der Stuttgarter Stiftskirche hat sich noch im Herbst des letzten Jahres an die Mühleisen-Orgel eben jener Stuttgarter Stiftskirche gesetzt und über 25 Weihnachtslieder improvisiert. Nun ja, mag man einwenden, das tun andere auch. Nicht immer aber bietet das Instrument diesen Klangreichtum wie die Mühleisen-Orgel und nicht immer geraten die Improvisationen zu solch subtil und außerordentlich durchdachten Kleinoden wie unter den Händen von Johannsen." "Ein "Klangportrait" sollte mit dieser Aufnahme entstehen, Thematik und "Atmosphäre" des jeweiligen Weihnachtsliedes sollte mit den vielfältigen Farben der Mühleisen-Orgel eingefangen werden, sagt uns Kay Johannsen im Booklet. All dies hat er erfüllt in seinen Improvisationen, die zum einen den Blick auf die klare Melodik der Lieder keineswegs verstellen, zum anderen aber stilistisch und formkonzeptionell sich von dem Gros zahlreicher anderer Orgelimprovisations-Einspielungen positiv abheben." "Johannsen (...) kostet das gesamte klangliche Potenzial der Orgel aus, arbeitet mit sphärischen Echoeffekten und den Raumklängen der unterschiedlichen Werke. So geraten die Lieder atmosphärisch sehr dicht; dicht im Sinne der Aussage der Lieder. Stilimitationen beherrscht Johannsen, doch noch überzeugender sind seine Improvisationen, wenn er aus fast minimalistischen Strukturen die Lieder herauswachsen lässt. Das ist spektakulär im Unspektakulären, ist keine Show, sondern zeugt vom Dienst und Feingefühl am und für das Weihnachtslied."

 

Stuttgarter Nachrichten zu den CDs Mendelssohn / Liszt / Telemann (Dez 05)

"... Kay Johannsen hat nicht nur zwei sehr schöne Aufnahmen mit Orgelsonaten von Felix Mendelssohn Bartholdy und Franz Liszt herausgebracht, die durch große Klarheit bestechen, sondern außerdem mit seinem exzellenten Ensemble Stimmkunst und dem historisch orientierten (Instrumental-)Ensemble 94 Telemann-Kantaten zur Weihnachtszeit eingespielt: eine lebendige, sehr textorientierte Interpretation ..."

 

Stuttgarter Zeitung zur Improvisations-CD (Dez 05)

"Fünfundzwanzig Titel sind auf dieser unscheinbar aufgemachten CD versammelt, die man einfach wieder und wieder hören möchte. Denn Johannsen lehnt sich eng an Atmosphäre und Text der Lieder an und übersetzt sie kongenial in Orgelsprache: Bei "O Heiland, reiß die Himmel auf" öffnet er gewaltige Klangräume, bei "Es kommt ein Schiff geladen" umspielt wellenartige Ornamentik die Hauptmelodie. Exquisite Tonmalerei, auch in "Vom Himmel hoch", wo zephyrhafte Winde die himmlischen Klänge aus höchsten Lagen herab ins irdische Diesseits tragen. Zu "Gelobet seist du, Jesus Christ" swingt Johannsen über einen groovenden Bassrhythmus gar in jazzigen Akkorden. Und so ganz nebenbei führt der Hausherr damit auch die Klangmöglichkeiten seines fabelhaft reichhaltigen neuen Instruments vor, zu dem auch ein Glockenspiel gehört: Bei "Ihr Kinderlein kommet" kann man es ganz allerliebst funkeln hören."

 

klassik-heute zur Improvisations-CD (Dez 05)

"Johannsen trifft mit seinen programmmusikalischen, textdeutenden und prägnanten Improvisationen den Nerv auch anspruchsvoller Hörer ... Die Registrierungen faszinieren auch den, der sich von klanglichen Moden in Orgelbau und Orgelmusik nie überzeugt sah. Johannsen entwickelt jene Registrierungen als Fond seiner Klangbilder immer am motivischen Material und den textlichen Aussagen des Liedgutes entlang, was sich dem Hörer auch ohne akademische Analysen erschließt."

 

SWR 2 zur Improvisations-CD (Dez 05)

"Die Art, wie der Engel licht und ätherisch ?Vom Himmel hoch? her kommt, oder das naive Glockenspiel, das die weihnachtliche Kinderfreude illustriert (im Lied "Ihr Kinderlein kommet"), das lässt schon etwas von der Brillanz und zugleich der Reflexion ahnen, die der Organist hier jedem Choral angedeihen lässt."

 

klassik.com zur Telemann-CD (Dez 05)

"Mit derselben Akkuratesse, die sein eigenes Musizieren an der Orgel auszeichnet, setzt Kay Johannsen die Faktur der Musik Telemanns in klingende Zeugnisse ihrer Qualität um. Ihm zur Seite: Susanne Ryden, Britta Schwarz, Andreas Karasiak und Sebastian Noack (...) ein Solistenensemble kraftvoller, flexibler und artikulations-sicherer Stimmen, das ausgereifte Timbres mit jugendlicher Frische, binnengespannter Phrasierung und deutlicher Textdarstellung verbindet und sicherlich zum Besten zählt, was die Interpretation Alter Musik zu bieten hat. Weltniveau, an dem sich zukünftige Aufnahmen dieser Werke messen lassen müssen. In barocker Phrasierung bietet das solistenensemble stimmkunst, ein Chor aus zwölf professionellen Sängerinnen und Sängern, eine Lehrstunde sängerischer Homogenität, Transparenz und Punktgenauigkeit."

 

Fono Forum zur Liszt-CD (Dez 05)

"Nach seiner herrlichen Aufnahme mit den Mendelssohn-Sonaten besticht Johannsen wiederum durch Logik und Klarheit ..."

 

Klassik-Heute zur neuen Liszt-CD (Juni 05)

(in allen drei Bereichen Künstlerische Qualität / Klangqualität / Gesamteindruck Höchstpunktzahl 10)
"Kay Johannsen ... stellt nun auf dem neuen Instrument die drei großen Orgelwerke Liszts vor, die dem Instrument förmlich auf den Leib geschrieben scheinen. (...) Die von Liszts Satz erwartete Klarheit wird von Kay Johannsen und seinem Tonmeister Wolfgang Mittermaier adäquat umgesetzt. Man hört immer das, was "gemeint" ist. Gleichzeitig führt Johannsen den Hörer ohne Längen durch die drei Werke (...) Zudem verfügt er als Organist über die pianistischen Qualitäten für Liszt  (...) Seine Registrierungen überzeugen, was auch für den unerwarteten Effekt des Choralthemas auf den Röhrenglocken des Schwellwerks gilt."

 

Singende Kirche zur Liszt-CD (März 05)

"... die klanglichen Möglichkeiten dieses Instruments ausschöpfend, gelingen ihm Interpretationen, getragen von hoher Musizierfreude, bei denen einfach alles stimmt und welche diesen Werken voll gerecht werden! In gleicher Weise eine eindrucksvolle Demonstration des klangschönen Instruments wie auch der Virtuosität und des künstlerischen Anspruchs des Organisten."

 

Musik und Kirche zur Mendelssohn-CD (Februar 05)

"Der Organist der Stuttgarter Stiftskirche spielt Mendelssohn sozusagen auf der Kante der Orgelbank sitzend (...) elektrisiert und hellhörig an jeder Stelle. Da klingt keine Phrase verwackelt, kein Takt verschwommen, nichts wird breitgetreten. Eine ungewöhnlich tiefe Ausdrucksintensität gewinnt Johannsen vielmehr aus seinem kontrollierten und ganz und gar unpathetischen Spiel (...) mit subtiler Phrasierung und Artikulation, mit stilsicherer Registrierung ... und mit oftmals überraschend zügigen Tempi, in denen die lyrischen Kantilenen ... wunderbar dahinströmen, ohne ins Unendliche auszufransen."

 

Rheinische Post zur Mendelssohn-CD (Februar 05)

"Die momentan schönste Aufnahme"

 

Classics today zur Mendelssohn-CD (Februar 05)

"Johannsens technichal mastery and formidable accomplishment on the organ ... is evident throughout this recital, and his imaginative registrations, which never obscure the principal thematic interest, keep you listening."

 

Klassik.com zur Mendelssohn-CD (Januar 05)

"Johannsen meidet jegliche apotheotische Entgleisung in den großzügig dimensionierten Fugen und Choralanteilen und führt die Musik stattdessen einer durchdachten, mit Binnenspannung durchzogenen Dramatik zu. Die Sonaten gewinnen dadurch nahezu zyklische Ge